Kalender selbst erstellen: Was bedeuten Datenformat, Endformat und Beschnitt?
Je weiter das Jahr voran schreitet, desto mehr rückt das Thema Kalender selbst erstellen wieder in den Fokus. Wer sich seinen Wunschkalender selbst gestaltet und anschließend drucken lassen möchte, stößt schnell auf Begriffe wie Datenformat, Endformat, Beschnitt und Beschnittmarken. Was zunächst kompliziert klingt, lässt sich recht einfach erklären.
Nehmen wir an, du möchtest einen Kalender im Format DIN A3 Querformat erstellen. Das stellst du in YouDesign Calendar auch als erstes ein. In YouDesign Calendar erscheinen dann schon Vorschläge für die Größe – für das Datenformat, das Endformat und den Beschnitt. Vergleiche die Werte mit den Vorgaben deines Druckanbieters und passe sie, wenn nötig, über den Button „Ändern“ an.
Das Endformat – so groß ist der fertige Kalender
Das Endformat bezeichnet die Größe, die die Kalenderseite nach dem Drucken und Zuschneiden tatsächlich haben soll. Bei einem Kalender im DIN-A3-Querformat beträgt das Endformat beispielsweise 420 x 297 mm. Dieses Maß hat also das gewünschte fertige Produkt.
Der Beschnitt – etwas mehr Hintergrund einplanen
Beim Drucken wird das Papier zunächst etwas größer bedruckt und anschließend auf das gewünschte Endformat zugeschnitten. Das ist notwendig, damit Bilder oder farbige Flächen, die bis zum Rand reichen sollen, auch wirklich ohne weißen, nicht bedruckten Rand erscheinen. Dafür wird rund um das eigentliche Endformat ein zusätzlicher Bereich angelegt – der Beschnitt. Um diesen zu nutzen, sollten Bilder und Hintergründe, die beim fertigen Stück bis zum Rand reichen, beim Anlegen der Kalenderblätter über das Endformat hinaus in den Beschnitt hineinragen. So entstehen beim Schneiden keine unschönen weißen Blitzer. Texte und wichtige Bildinhalte sollten dagegen mit etwas Abstand zum Rand platziert werden. Denn beim Zuschneiden kann es immer zu geringfügigen Abweichungen kommen.
Angenommen, die Druckerei verlangt 3 mm Beschnitt an jeder Seite. Bei einem Endformat von 420 x 297 mm wird die Druckdatei – das Datenformat – dadurch 426 × 303 mm groß.
Der Beschnitt ist kein zusätzlicher Teil des fertigen Kalenders. Er wird beim späteren Zuschneiden entfernt. Welchen Beschnitt eine Druckerei verlangt, kann unterschiedlich sein. Deshalb sollte man vor dem Erstellen des Projekts immer die Vorgaben der jeweiligen Druckerei prüfen.
Beispiel:
Ein Foto soll über die gesamte Breite einer Kalenderseite reichen. Dann sollte das Foto nicht genau am inneren Rand des Endformats aufhören, sondern bis außen in den Beschnitt hineinreichen.

Datenformat und Endformat – wo liegt der Unterschied?
Das Datenformat ist die Größe der Druckdatei inklusive Beschnitt. Das Endformat ist dagegen die Größe des fertigen, zugeschnittenen Produkts.
Vereinfacht: Datenformat = Endformat + Beschnitt
Was muss ich in YouDesign Calendar beim Anlegen des Projekts einstellen?
Beim Anlegen des Projekts wird festgelegt, für welches Format der Kalender erstellt werden soll und wie viel Beschnitt benötigt wird. Damit weiß das Programm, wie groß die eigentliche Kalenderseite und der zusätzliche Bereich für den Druck sind. Der entscheidende Punkt ist: Orientieren Sie sich bei den Maßen am fertigen Produkt und an den Vorgaben der Druckerei.
Wenn der Kalender beispielsweise 420 × 297 mm groß werden soll und die Druckerei 3 mm Beschnitt verlangt, wird das Projekt entsprechend mit diesen Angaben angelegt.
Was muss ich in YouDesign Calendar bei der Ausgabe des Projekts einstellen?
Bei der Ausgabe kommt in YouDesign Calendar 6 PRO noch ein weiterer Begriff ins Spiel, nämlich die Beschnittmarken. Beschnittmarken sind feine Markierungslinien außerhalb des eigentlichen Druckbereichs. Sie zeigen der Druckerei oder dir, wenn du deinen Kalender selbst ausdruckst, wo das Papier beziehungsweise der Druckbogen geschnitten werden soll. Sie sind also etwas anderes als der Beschnitt selbst.
Wann brauche ich Beschnitt und Beschnittmarken?
Das hängt davon ab, wo und wie der Kalender gedruckt werden soll. Beschnitt und Beschnittmarken sollte man nicht einfach nach eigenem Ermessen hinzufügen. Entscheidend sind immer die technischen Vorgaben der Druckerei. Manche Druckereien möchten eine PDF mit Beschnitt und Beschnittmarken, andere haben eigene Vorgaben oder benötigen meist nur den Beschnitt ohne Marken.
Beim PDF-Export in YouDesign Calendar und YouDesign Calendar PRO können diese Optionen entsprechend berücksichtigt werden. Die Anleitung zum Ausgeben eines Kalenders beschreibt die entsprechenden Einstellungen für die PDF-Ausgabe.
Der wichtigste Tipp lautet daher: Vor dem Erstellen des Projekts die Druckvorgaben des gewünschten Anbieters prüfen. Dort steht, welche Einstellungen benötigt werden. So kann der Kalender von Anfang an passend für die spätere Ausgabe gestaltet werden. Bevor das PDF an eine Druckerei übergeben wird, kannst du in deinem PDF-Betrachter noch einmal die Eigenschaften prüfen.

Mehr zum Tipps zum Thema „Kalender und Fotobücher selbst erstellen“ findest du hier: https://www.aquasoft.de/blog/hilfe/category/youdesign/

